Anwendungen

Schwerpunkte


Verschleißschutz

Das Geschäft mit Verschleißschutz ist effektive Lösungen insbesondere für schwierige industrielle Probleme bereitzustellen, wobei die inhärenten Eigenschaften bestimmter Keramiken genutzt werden. Die Anwendungen verlangen eine gründliche Kenntniss der Werkstoffe in den verschiedensten Verschleißumständen aber auch der Anwendung selber, um für den Kunden das Verschleißproblem zu lösen. Unsere Mission ist es uns auf die Anwendungen, Entwicklung und Produktion zu fokussieren, so dass spezifische Lösungen für den Kunden gefunden werden.


Wälzlager

Als Spin-off der Entwicklung einer keramischen Gasturbine in den siebziger Jahren begann die Wälzlagerindustrie sich für Kugeln aus Siliziumnitrid zu interessieren, da die Eigenschaften dieses Werkstoffes gegenüber Wälzlagerstahl (geringes Gewicht, härter und steifer, glattere Oberfläche, geringere Wärmedehnung, elektrischer Widerstand und hohe Korrosionsfestigkeit) sehr erfolgsversprechend waren. Die ersten Versuche waren Fehlschläge, da es noch nicht gelang defektfreie Kugeln herzustellen. Erst mit der Entwicklung eines direkt heißisostatisch gepresstem Materials mit sehr sauberen Rohstoffen begann in den neunziger Jahren der Durchbruch. Heute sind Kugeln aus Siliziumnitrid nicht mehr aus Wälzlagern wegzudenken, da deren Anwendung höhere Geschwindigkeiten erlaubt, zu niedrigeren Lager- und Schmiermitteltemperaturen führt, geringere Reibung und dadurch verursachten Verschleiß erzeugt und als Ergebnis eine längere Lagerlebensdauer ergibt.


Pumpen und Industriearmaturen

Neben hoher Temperaturstabilität zeichnen sich keramische Werkstoffe auch durch gute bis exzellente Korrosions- und Verschleißbeständigkeit aus. Diese Eigenschaften macht man sich vor allem in chemischen Anlagen wie Pumpen und Ventile zu nutze. Zu nennen sind hier vor allem Einsatzgebiete mit starker Korrosion und/oder hohem Feststoffgehalt und hohen Druckdifferenzen bzw. hohen Strömungsgeschwindigkeiten.


Maschinen und Apparatebau

Die hohe Härte sowie Temperatur- und Formbeständigkeit, gekoppelt mit hoher Verschleißbeständigkeit und meistens auch guter bis sehr guter elektrischer Isolierung machen keramische Werkstoffe auch für viele Anwendungen im Maschinen- und Apparatebau wie auch in der Elektroindustrie interessant.


Ofenbau und Brennhilfsmittel

Die exzellenten Hochtemperatureigenschaften und die Möglichkeit keramische Werkstoffe zu kombinieren und gezielt für bestimmte Eigenschaften und Anwendungen zu optimieren, haben keramische Werkstoffe für alle Ofenanwendungen qualifiziert und zwar als Strukturmaterial wie auch Isoliermaterial für Ofenauskleidungen, Durchführungen, Brennerrohre, Einspritzdüsen, Ofenwagen- und Brennhilfsmittelaufbauten.